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Die Regionalliga-Basketballer unterliegen den Sechtem Toros nach ausgeglichener Begegnung mit 70:76. In den Schlussminuten spielt aber das Nervenkostüm nicht mit und verhindert so die Chance auf Zählbares.

Einer von sechs verwandelten Freiwürfen alleine in den Schlussminuten. Die BG Lintfort hat einen möglichen Auswärtssieg bei den Sechtem Toros am Samstag an der Freiwurflinie liegen gelassen. Denn nach einer ausgeglichenen Partie, in der sowohl die Hausherren als auch die BGL größere Führungen verspielt hatten, lag die BGL rund zwei Minuten vor dem Ende bei nur zwei Punkten Rückstand in Reichweite. Doch dann spielten die Nerven nicht mit. So setzten sich die Toros letztlich mit 76:70 (43:46) gegen die Lintforter durch.

Deren Coach Tobias Liebke konnte im Auswärtsspiel in Bornheim zumindest wieder auf zuletzt mit Corona-Infektionen außer Gefecht gesetzte Spieler zurückgreifen. So gehörte auch Eric Peltz wieder zum Kader und sorgte unter den Körben zumindest für ein wenig personelle Entlastung. Denn Janosch Feige war es nicht gelungen, seine Rückenprobleme rechtzeitig in den Griff zu kriegen – er fehlte auch gegen die Toros.

Dennoch startete die BGL gut in die Partie, kam vor allem über den wieder einmal überragenden Oskar Mellmann immer wieder zu Abschlüssen. Entsprechend stand nach dem ersten Viertel auch eine knappe Führung für die Lintforter zu Buche. Und die BGL hatte nun offenbar Blut geleckt, fand immer besser zu ihrem Rhythmus und konnte den Vorsprung bis etwa zur Mitte des zweiten Abschnitts erstmals deutlicher ausbauen (27:35). Doch die Hausherren besannen sich nun auf ihre Stärken, fanden nun die Antworten auf die Aufgaben, die die BGL ihnen stellte. Bis zur Halbzeitpause war der Rückstand wieder verringert, die Partie wieder offen.

In Reihen der BGL machte sich nach dem Seitenwechsel dann bereits bemerkbar, dass man nur mit einem dezimierten Kader anreisen konnte. Die Kräfte ließen langsam nach, viele Würfe fanden nun nicht mehr ihr Ziel. Und die angesprochenen Probleme von der Freiwurflinie waren auch schon zu diesem Zeitpunkt erkennbar. Entsprechend gelang es den Toros nicht nur, die Partie zu drehen, sondern sich auch ein kleines Polster zu erarbeiten, mit dem sie in den Schlussabschnitt gingen (63:59).

Und rund sechseinhalb Minuten vor dem Ende waren es dann die Toros, die ihrerseits der Vorentscheidung entgegenstrebten. Sieben Punkte Differenz prangten von der Anzeigetafel. Aber die BGL gab sich nicht geschlagen, konnte durch intensivere Defensivarbeit und gelungene Offensivaktionen den Rückstand innerhalb etwa 90 Sekunden wieder so gut wie egalisieren (68:66, 36. Minute).

Nun konnte sich kein Team mehr nennenswert in Szene setzen, da auch die Toros die BGL nun immer wieder an die Freiwurflinie schickten. Doch die bekannten Probleme verhinderten letztlich, dass die Lintforter diese Partie noch zu ihren Gunsten gestalten konnten. Entsprechend brauchte Coach Tobias Liebke hinterher auch keine tiefgehende Analyse vornehmen, um die Probleme zu erkennen. „Wir waren die ganze Partie über auf Augenhöhe, konnten dann aber die einfachen Chancen nicht nutzen. Dass sowas in so einem engen Spiel dann letztlich den Ausschlag gibt, ist offensichtlich.“

Punkte: Mellmann 27, Durdel 14, Peltz 7, Wittich 6, Juskovic 5, Tiggelkamp 4, Humm 3, Sehovic, Roschewski beide 2