Drucken
Zugriffe: 511
0
0
0
s2smodern

Ohne vier wichtige Akteure und mit einem verletzungsbedingten Ausfall im dritten Viertel haben die Lintforter im Tecklenburger Land klar das Nachsehen. Bei den heimstarken Gastgebern ist die Partie quasi schon nach dem ersten Viertel verloren.

Mit nur neun Spielern konnte die BG Lintfort am Samstagabend beim TV Ibbenbüren antreten - und musste mit einer entsprechend deutlichen Niederlage wieder den Rückweg antreten. Ohne Patrick Wittich, Thomas Achtermeier, Mark Sengutta und Paul Krüger trat die Mannschaft von Coach Tobias Liebke im Tecklenburger Land an. So entschieden die Gastgeber die Begegnung letztlich deutlich mit 107:69(57:34) für sich.

Immerhin konnte die BGL auf die Dienste von Michael Schmak zurückgreifen, der kurzfristig den Weg von seinem Arbeitsort Bremen angetreten hatte, um seine Mannschaft zu unterstützen. Doch bereits im ersten Viertel wurde klar, dass an diesem Abend in Ibbenbüren nichts zu holen sein sollte. Denn die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte abzugeben. Entsprechend früh war die BGL-Devise, möglichst lange mitzuhalten, um eine Überraschung in den Bereich des Möglichen zu bringen, dahin.

Besonders Rückkehrer und Winter-Zugang Denzel Johnson drehte in seinem zweiten Spiel für die Ibbenbürener merklich auf und stellte die BGL vor nahezu unlösbare Probleme. Ihm gleich taten es aber auch Jamal Tahraoui und Benjamin Fumey - alle drei Akteure landeten am Ende in der Nähe der 20-Punkte-Marke und waren damit für knapp 60 Prozent der Zähler der Gastgeber verantwortlich. Die Lintforter versuchten trotz des dezimierten Kaders zwar alles, um Schadensbegrenzung zu betreiben, letztlich gelang es aber nur Till Achtermeier und Michael Schmak, mit dem Niveau der Hausherren mitzuhalten.

So war die Begegnung beim Stand von 32:15 quasi bereits nach dem ersten Viertel entschieden. Für die BGL wog zu schwer, nicht konsequent durchwechseln zu können, um jedem Akteur die benötigte Pause zu gönnen. Liebke blieb daher nichts anderes übrig, als die Motivation in den eigenen Reihen trotzdem hoch zu halten. Dies gelang immerhin in dem Rahmen, dass die übrigen drei Viertel deutlich ausgeglichener gestaltet werden konnten. Dennoch war der Rückstand auch zur Halbzeitpause weiter angewachsen.

Als sich dann im dritten Viertel Michael Schmak auch noch am Knöchel verletzte und die Partie zwangsläufig beenden musste, war auch die letzte Hoffnung auf eine Aufholjagd dahin. Dennoch kämpfte die verbliebene BGL-Truppe vorbildlich und ließ sich zumindest nicht vollständig vorführen. Doch den Gegner unter der magischen 100-Punkte-Marke zu halten, gelang am Ende auch nicht mehr.

„Respekt, dass sich trotz der aussichtslosen Situation, in der wir uns befinden, keiner den Kopf hängen lässt und alle weiter füreinander einstehen. Wir hätten hier auch komplett abgeschlachtet werden können, haben uns aber für die gegebenen Rahmenbedingungen noch ganz ordentlich verkauft. Nun heißt es Wunden lecken, denn kommende Woche wird es gegen Recklinghausen nicht einfacher - die haben schließlich aus der Hinrunde noch eine Rechnung mit uns offen“, fasst Tobias Liebke die Partie zusammen.

Punkte: Achtermeier (21), Schmak (15), Feige, Schild, Ebiballari (7), Mellmann (6), Töps (4), Füllbrunn (2)


Damen scheitern an den eigenen Nerven

Auch die Bezirksliga-Damen haben am Wochenende eine äußert bittere Niederlage verkraften müssen. Beim Spitzenspiel gegen Tabellenführer Basket Duisburg unterlag das zweitplatzierte Team von Trainerin Birgit Lötters mit 67:68(29:34).

Mit einer neu einstudierten Mann-Mann-Verteidigung gelang es den Lintforterinnen zunächst gut, die Gastgeberinnen aus Duisburg unter Druck zu setzen. Auch das Angriffsspiel war deutlich verbessert, aber es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. So ging es mit einem Rückstand von fünf Punkten in die Halbzeitpause. Die BGL kam aber deutlich wacher aus der Kabine als die Spielerinnen von Basket, so dass sich die Lintforterinnen mit einem kleinen Lauf bis zum Ende des dritten Abschnitts eine Vier-Punkte-Führung erspielen konnten. Das letzte Viertel war dann Kampf pur: 38 Sekunden vor Schluss hieß es 67:67. Nach einem unglücklichen Foul im Kampf um den Ball ging Duisburg mit einem verwandelten Freiwurf in Führung. Bei noch 4,5 Sekunden Restspielzeit auf der Uhr hatte die BGL dann aber noch die Chance zum Sieg mit zwei eigenen Freiwürfen. Diese wurden aber bedauerlicherweise ebenso liegengelassen wie der anschließende letzte Wurf nach Offensivrebound.

"Das war sehr bitter. Am Ende waren es die eigenen Nerven und zu viele kleinere Unkonzentriertheiten, die den Sieg kosteten. Damit gehen wir mit zwei Niederlagen in die Aufstiegsrunde. Das hatten wir uns anders vorgestellt, trotzdem werden wir da nochmal alles geben, um vielleicht doch noch ein Wörtchen beim Aufstieg mitzureden", fasste Birgit Lötters die Partie zusammen und motivierte ihr Team für die anstehenden Aufgaben.

Punkte: Malinowski (21), Hähnel (14), Illbruck (11), Jelic (10), Kampmann (4), van den Berg, Fiedler, Schulte-Tickmann (alle 2), Tayeboune (1)