Nachdem es im Hinspiel gegen den TV Jahn Königshardt einen absoluten Krimi gab, wollten es die BGLer dieses Mal besser machen und das Spiel souveräner gestalten. Die Gastgeber hatten nur einen dezimierten Kader zur Verfügung, allerdings muss ein kleiner Kader auch nicht zwingend ein Nachteil sein, wenn er gut funktioniert. Also hieß es, von Beginn an konzentriert zu Werke zu gehen und sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren.
Mit dem Gameplan, das Tempo hochzuhalten, schnell umzuschalten und so den Gegner über die Achtel ein wenig mürbe zu spielen,starteten wir ins Spiel. Ein Sieg war fest eingeplant und die Jungs schienen auch motiviert, die nächsten Punkte einzufahren. Zu Beginn bekamen wir nur selten Tempo ins Umschaltspiel und waren zu oft damit beschäftigt, das eins gegen eins zu suchen, was zu vielen, suboptimalen Entscheidungen im Abschluss führte.
In der Defensive spielten wir nach dem Motto: "Begleitservice BGL, besuchen sie unsere Zone und sammeln sie Punkte!!" Heißt in der Analyse, dass wir zwar immer am Mann waren, den Weg zum Korb aber nur selten durch gute Fußarbeit verhinderten. Die Gastgeber kamen zu vielen leichten Abschlüssen und hielten den Rückstand im einstelligen Bereich. Erst eine starke BGL Phase vor der Pause sorgte für einen Zwischenspurt. Samu zeigte dabei erneut eine sehr starke Leistung und bewies zudem, dass er eine echte Gefahr von außen ist. Seine 3 Punkt Würfe und das Nutzen des Momentums als Team, führte zu einem 50 : 35 zur Halbzeit.
Auch nach der Pause war man nicht ganz auf dem Konzentrations- und Geschwindigkeitslevel, welches man sich gewünscht hätte. Viel zu oft ließen sich die Jungs durch simple Doppelpässe ausspielen, oder waren einfach zu langsam in der Rückwärtsbewegung. Statt wie geplant, den Vorsprung weiter auszubauen, blieben die tapferen Gastgeber so auf Tuchfühlung und das Spiel wurde zu einem zähen Ringen um die nötigen Punkte. Zu selten nutzten die Jungs die sich bietenden Lücken in der Verteidigung, die durchaus da gewesen wären, aber über die Dauer des Spiels setzte sich die individuelle Klasse der Lintforter Jungs dann doch immer öfter durch und die Drives zum Korb wurden zwar selten, bzw. nie mit Freiwürfen belohnt (obwohl das durchaus vertretbar gewesen wäre) , dafür nun aber immer öfter wieder mit Lintforter Punkten.
Auch defensiv konnten wir jetzt öfter Akzente setzen und so ein Steal zur rechten Zeit hilft ungemein, um die nötige Sicherheit zu gewinnen. Und wenn es halt mal nicht schön geht, muss man sich eben durch so ein Spiel arbeiten. Das bekamen die Jungs dann auch gut hin und arbeiteten als Team gut zusammen. Mit einer 20 Punkte Führung konnten wir dem letzten Achtel beruhigt entgegensehen. Hier konnten die Gastgeber zwar noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, aber an einem Lintforter Sieg konnten sie nichts mehr ändern.
Am Ende nehmen wir die Punkte verdient mit nach Hause, vergeben aber ein großes Kompliment an die Gastgeber, die uns mit einer Rumpftruppe vor deutlich mehr Probleme stellen konnten, als gedacht.
Emil Mellmann (15), Samuel Bujak (13), Neo Rothuysen (12), Julian Schubert (10), Mirac Mantratzi (9), Jonas Messing (7), Leonard Heilen (6), Linus Handick (6), Luiz Geyer (4), Lasse Schlieper (4)



















