U12 vs TUSA Düsseldorf 82 : 95 | 11.10.2026 (3)

U12 Oberliga

BGL : TUSA Düsseldorf 82:95 ( 33:48)

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Nach der vermeidbaren Niederlage gegen die Ruhrbaskets, wollten die Jungs gegen die TUSA Düsseldorf ein anderes Gesicht zeigen. Dass das kein leichtes Unterfangen werden würde, ließen die letzten Ergebnisse des Gastes erahnen. Dass wir weiter verletzungsbedingt auf Vincent S. verzichten müssen und die Doppellizenzler der BGN "mal wieder" zeitgleich spielten, machte das Ganze natürlich nicht leichter. Die letzteTrainingswoche war aber gut und die Hoffnung auf eine Leistungssteigerung dementsprechend groß.

Die BGL startete etwas nervös und ließ leider einige gute Möglichkeiten zum Abschluss ungenutzt. Düsseldorf war hellwach, reboundete gut und konnte die ersten 5 Minuten mit einer kleinen Führung beenden. Danach wollten wir mit einem kleineren Lineup unsere Schnelligkeit nutzen und besonders die Transition Offense sollte belebt werden. Wenn ein Plan mal nicht so richtig funktioniert, ist das kein Beinbruch und das Spiel war zu dem Zeitpunkt natürlich noch jung. Wenn ein Plan aber mal ganz gediegen so richtig in die Hose geht und du nach 5 Minuten 19 Gegenpunkte bei 3 eigenen auf dem Spielbericht stehen hast, musst du einsehen, dass das vielleicht doch keine so gute Idee war, dir was anderes überlegen und hoffen, dass die Jungs die Köpfe oben behalten. Das taten sie aber glücklicherweise und zeigten von da an ein anderes Gesicht. Nach einem ausgeglichenen 3. Achtel, konnten wir das 4. Achtel erstmals für uns entscheiden und nun funktionierte vieles, das vorher noch unmöglich schien. Das Selbstbewusstsein wuchs von Minute und angeführt von einem bärenstarken Julian verkürzten wir auf 4 Punkte, nachdem wir uns früh in der Partie schon mit 20 Punkten in Rückstand befanden. Das Momentum schien zu kippen und die Halle war da. Die Einstellung zur Verteidigung stimmte und im Rebound sahen wir auch deutlich besser aus, als zu Beginn des Spiels (und dem ganzen Spiel gegen RuBa).

Es wäre natürlich unglaublich geil gewesen, wenn wir diese Intensität weiter hätten aufrecht erhalten können, aber leider kam im 6. Achtel wieder ein kleiner Einbruch. Dennoch gab es auch hier positives, z.B. zwei "back to back" Korberfolge von Vincent, der sich schön durchsetzen konnte und uns zusammen mit dem großen Peter auf Schlagdistanz hielt. Nun bemerkten die Gäste aber ein Matchup, das wir größentechnisch deutlich verloren, und spielten immer wieder über einen ihrer Big Men, der seinen armen Verteidiger einfach unter den Korb schob und dort leichtes Spiel hatte. Wenn nicht im ersten Versuch, dann im zweiten....oder dritten. Die Rebounds waren jetzt wieder deutlich in TUSA Hand und der Rückstand leider schnell wieder bei fast 20 Punkten. Trotzdem lebte das Team und auch wenn es nun natürlich extrem schwierig werden würde, wollten wir uns nicht aufgeben und in den letzten beiden Achteln nochmal alles versuchen.

Die Chance auf das Wunder nahmen wir uns dann leider selber, denn unerklärlicherweise verteilten wir jetzt reihenweise Geschenke an TUSA, indem wir den Pass nicht gut vorbereiteten und immer wieder Düsseldorfer Hände im Passweg waren. Ein Turnover reihte sich so an den nächsten und statt Aufholjagd hieß es nun leider wieder, dem Gegner beim Korblegertraining zuschauen zu müssen. Schade, denn nach der starken Phase, in der man gesehen hatte, wie und dass wir es besser können, hatten bestimmt nicht nur die Coaches auf ein positives Ende für die BGL gehofft. Den Jungs ist aber sehr hoch anzurechnen, dass sie im letzten Achtel nochmal die letzten Krümel an Energie aus sich rauskratzten und sie belohnten sich und die Zuschauer, die auch mitgefiebert, mitgelitten und angefeuert hatten, mit einem ganz starken Endspurt. Julian und Linus, der auch ein ganz starkes Spiel an beiden Enden des Feldes machte, ließen ein paar Dreier regnen und auch defensiv packten die 4 auf dem Feld auch nochmal richtig zu. Knapp wurde es zwar nicht mehr, aber die Jungs haben Moral bewiesen und auch wenn ich als Coach in den 40 Minuten zwischen himmelhochjauchzend und zutodegetrübt das ganze Spektrum an Emotionen durchleben durfte/musste, war das Spiel nicht so negativ, wie am Ende leider das Ergebnis. Zwar hat man uns unsere Schwächen deutlich vor Augen geführt, aber wir sind teilweise auch über uns hinausgewachsen und haben Dinge im Verlauf sehr viel besser gemacht. Die Führungsspieler sind vorangegangen und die Rookies haben Mut bewiesen. Darauf bauen wir auf und nach den Ferien greifen wir mit frischen Kräften und hoffentlich genauso motiviert im Training wieder die obere Tabellenregion an. Heute gaben alles:

Julian Schubert (37), Peter Börgers (17), Linus Handick (15), Vincent Neumann (6), Arvid Karasch (4), Nico Jadas (3), Niklas Odoom, Peter Schreurs

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